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ARD Einsfestival EINSWEITER Kurzbeitrag über Fairbiolous

Unsere Story

Es beginnt mit einer simplen Frage. Warum sind Markenshirts eigentlich so teuer? Sind es die Produktionskosten? Ist es die Qualität? Wird hier besonders akribisch gearbeitet? Oliver Mayer recherchiert das Thema an und kann die Frage immer noch nicht beantworten. Dann fällt ihm ein Zeitungsartikel in die Hände. „Das Welthemd“ von Zeit-Redakteur Wolfgang Uchatius. In dem Artikel werden die Umstände beschrieben, in denen manche Großhersteller ihre vermeintlichen Luxuswaren fertigen lassen. Er ist schockiert, denn die Bedingungen in den Produktionsländern sind zum Teil menschenunwürdig.

Vom Ehrgeiz getrieben ein Produkt herzustellen, dass sowohl qualitativ hochwertig ist, als auch die Ansprüche an Mensch an Natur erfüllt, experimentiert der 28-Jährige ein wenig herum. Die ersten Versuche, Shirts anhand eines 30 Liter Kochtopfes aus dem Internet mit Birkenblättern zu färben, funktionieren mehr schlecht als recht. Also holt sich Oliver Mayer professionelle Hilfe.

Über die Organisation Transfair e.V. bekommt er eine Liste von Produzenten, die Fairtrade oder Bio-Baumwollshirts herstellen. Die wenigsten beides gleichzeitig. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Startauflage ist erst einmal kein Unternehmen bereit zu produzieren. Nach vielen Mails und Sykpe-Telefonaten findet sich dann doch eine Firma, die sich dazu bereit erklärt, die Shirts zu produzieren. Die Rajlakshmi Cotton Mills im indischen Kalkutta.

Oliver Mayer sucht sich zwei Partner, die ihm beim Aufbau des Unternehmens helfen. Mit Lars Zimmermann sitzt ein erfahrener Webdesigner im Boot, Tobias Kiessling unterstützt die beiden mit Rat und Tat besonders bei Gründungsfragen.

Im Mai 2012 kommt dann endlich die ersehnte erste Shirt-Lieferung aus Indien. Mittlerweile haben sich die drei dafür entschieden, zu den Shirts noch handgestrickte Mützen und Schals in ihrem Shop anzubieten. Im letzten Winter hatte Mayers Mutter so viele Mützen und Schals für Freunde gestrickt, dass die Nachfrage für sie alleine nicht mehr zu bewältigen war. Das Jungunternehmen wird deshalb nun von zwei Mainzer Strickgruppen unterstützt. Im Juli 2012 sind die letzten Vorbereitungen getroffen und Fairbiolous geht nach langer Vorbereitung endlich online. Eine neue, spannende Episode liegt vor uns.